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| David im Interview nach dem Rennen. |
Bei „99 Laps“ handelt sich um ein erstmals ausgetragenes Ausdauer-Rennen auf einer 1,2 Kilometer langen Strecke, bei dem nach jeder Runde der Langsamste ausscheidet. In den Runden 80 bis 90 traf es sogar die beiden Langsamsten. Der Wettkampf hat es wirklich in sich, denn alle 15 Minuten beginnt ein neuer Durchgang, auch nachts. Es gibt keine großen Erholungsphasen.
Wer gewinnen will, muss nicht nur schnell sein, sondern auch strapazierfähige Muskeln und viel Kraft und Kondition mitbringen, denn es gilt für den Sieger, 99 Runden zu meistern. Triumphiert hat am Ende Norman Junker. Für ihn hat der Wettkampf mehr als 24 Stunden gedauert. Insgesamt legt er eine Strecke von 118,8 Kilometern zurück.
David ist einer der jüngsten unter den 128 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Seine Rivalen sind mitunter Marathon-Läufer, Ironman-Größen und Triathleten. Obwohl der 18-Jährige erst seit November ein Läufer ist, zeigt er in Essen eine bockstarke Leistung. Im Schnitt läuft er die 1,2 km in 5:30 Minuten.
In manchen Runden lässt der Gallier aber seine Muskeln spielen und stößt in die Spitzengruppe vor. Den 24. Durchgang in der Nacht gewinnt er sogar, Runde 23 absolviert er als Zweiter und Runde 13 als Dritter. Am schnellsten ist David im 84. Durchgang unterwegs, da meistert er den Parcours in 3:54 Minuten. Ein enormer Schlussspurt kostet aber gewaltig Körner, so dass es eine Runde später für ihn nicht mehr zum Weiterkommen reicht. Nach rund 20,5 Stunden endet für den Youngster der anstrengende Wettkampf.
„Meine Füße sind voller Blasen und meine Achillessehne tut weh. Ich konnte einfach nicht mehr gehen“, berichtet David direkt nach dem Ausscheiden noch in der Ziellinie. Insgesamt gibt der FOS-Schüler auch abseits der Rennstrecke eine gute Figur ab: Mehrmals steht er den Reportern souverän Rede und Antwort.
Nach einer Art Qualifying war der Ultra-Lauf am Samstag um 20:30 Uhr gestartet. Der komplette Wettkampf ging bis Sonntag um 20:30 Uhr und konnte die ganze Zeit über Live-Stream auf YouTube mitverfolgt werden. Mehr als 25.000 Menschen haben sich zugeschaltet.
Das Teilnehmerfeld ist mitunter illustre, darunter der einstige Fußball-Nationalspieler André Schürrle, der bei der WM 2024 das Siegtor von Mario Götze im Finale gegen Argentinien vorbereitet hatte. Der Ex-Profi zählt zum Kreis der Veranstalter.





