Sonntag, 26. Juli 2026

Mega-Leistung: David trumpft bei Ultra-Lauf groß auf

David im Interview nach dem Rennen.
Was für eine beeindruckende Leistung: David hat es beim Ultra-Lauf „99 Laps“ in Essen in den Kreis der 21 stärksten Läuferinnen und Läufern geschafft. Der Gallier hält sehr sehr lange super mit und scheidet erst nach der 85. Runde sowie einer reinen Laufzeit von 7,5 Stunden und einer Distanz von 102 Kilometern aus.

Bei „99 Laps“ handelt sich um ein erstmals ausgetragenes Ausdauer-Rennen auf einer 1,2 Kilometer langen Strecke, bei dem nach jeder Runde der Langsamste ausscheidet bzw. zwischen den Runden 80 bis 90 die beiden Langsamsten. Der Wettkampf hat es wirklich in sich, denn alle 15 Minuten beginnt ein neuer Durchgang, auch nachts. Es gibt keine großen Erholungsphasen.

Wer gewinnen will, muss nicht nur schnell sein, sondern auch strapazierfähige Muskeln und viel Kraft und Kondition mitbringen, denn es gilt für den Sieger, 99 Runden zu meistern. Am Ende wird der Gewinner 24 Stunden und 45 Minuten und 118,8 Kilometer gerannt sein.

David ist einer der jüngsten unter den 128 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Seine Rivalen sind mitunter Marathon-Läufer, Ironman-Größen und Triathleten. Obwohl der 18-Jährige erst seit November ein Läufer ist, zeigt er in Essen eine bockstarke Leistung. Im Schnitt läuft er die 1,2 km in 5:30 Minuten.

In manchen Runden lässt der Gallier aber seine Muskeln spielen und stößt in die Spitzengruppe vor. Den 24. Durchgang in der Nacht gewinnt er sogar, Runde 23 absolviert er als Zweiter und Runde 13 als Dritter. Am schnellsten ist David im 84. Durchgang unterwegs, da meistert er den Parcours in 3:54 Minuten. Ein enormer Schlussspurt kostet aber gewaltig Körner, so dass es eine Runde später für ihn nicht mehr zum Weiterkommen reicht. Nach rund 20,5 Stunden endet für den Youngster der anstrengende Wettkampf.

„Meine Füße sind voller Blasen und meine Achillessehne tut weh. Ich konnte einfach nicht mehr gehen“, berichtet David direkt nach dem Ausscheiden noch in der Ziellinie. Insgesamt gibt der FOS-Schüler auch abseits der Rennstrecke eine gute Figur ab: Mehrmals steht er den Reportern souverän Rede und Antwort.

Nach einer Art Qualifying war der Ultra-Lauf am Samstag um 20:30 Uhr gestartet. Seitdem läuft der unten eingebettene Live-Stream (oder hier auf YouTube). Bis zum Ende an diesem Sonntag gegen 21 Uhr kann das Geschehen mitverfolgt werden.

Das Teilnehmerfeld ist mitunter illustre, darunter der einstige Fußball-Nationalspieler André Schürrle, der bei der WM 2024 das Siegtor von Mario Götze im Finale gegen Argentinien vorbereitet hatte. Der Ex-Profi zählt zum Kreis der Veranstalter.


Freitag, 24. Juli 2026

Ultra-Lauf mit Live-Übertragung: David bei „99 Laps“ am Start



Einer echt knackigen sportlichen Herausforderung stellt sich David am morgigen Samstag: Er macht als einer von 100 bis 125 Athleten beim Ultra-Lauf „99 Laps“ mit. Das Krasse: Der Gewinner wird am Ende 24 Stunden und 45 Minuten und über 118,8 Kilometer gerannt sein.

Bei „99 Laps“ handelt sich um ein Ausdauer-Rennen auf einer 1,2 Kilometer langen Strecke, bei dem nach jeder Runde der Langsamste ausscheidet. Der Wettkampf hat es wirklich in sich, denn alle 15 Minuten beginnt ein neuer Durchgang. Große Erholungsphasen gibt es da nicht.

„99 Eliminierungen. Ein Sieger. Mit jeder Runde steigt der Druck. Live-Timing und ein Echtzeit-Leaderboard treiben die Spannung bis zum absoluten Finale auf die Spitze“, schreibt der Veranstalter auf seiner Webseite. Wer gewinnen will, muss also nicht nur schnell sein, sondern auch mit strapazierfähigen Muskeln und mächtig Kondition aufwarten, es gilt schließlich für den Sieger, 99 Runden zu meistern.

Los geht es am Samstag um 17:30 Uhr mit einer Art Qualifying, das eigentliche Rennen startet um 20 Uhr. Die Gallier können ihrem Youngster dabei live zusehen, wie er sich bei dieser besonderen Challenge schlägt: Entweder den oben eingebetteten Live-Stream aktivieren oder direkt auf YouTube aufrufen. Der Stream soll von Samstag 15 Uhr bis Sonntag 21 Uhr laufen.

Das Teilnehmerfeld ist mitunter illustre: So geht der einstige Fußball-Nationalspieler André Schürrle an den Start, der bei der WM 2014 im Finale gegen Argentinien das Siegtor von Mario Götze vorbereitet hatte.

David hat sich natürlich sehr intensiv auf den Wettkampf vorbereitet. „Als ich die Zusage bekommen habe, habe ich meinen Trainingsplan umstrukturiert. Jetzt trainiere ich täglich mindestens drei Stunden“, sagte er dem „Alt-Neuöttinger Anzeiger“. Die Heimatzeitung hatte am 20. Juli einen Bericht über den Gallier und dessen Teilnahme am Ultra-Lauf veröffentlicht.

Bleibt zu hoffen, dass der junge Lopo die enormen Strapazen gut wegsteckt und er das schafft, was er sich vorgenommen hat: Als einer der jüngsten Teilnehmer möchte der 18-Jährige nämlich zeigen, „dass jeder seine Ziele erreichen kann – egal, wie alt er ist“. Seine gallischen Teamkameraden drücken ihm die Daumen.

Samstag, 11. Juli 2026

Wertvolle Schätze aus der Anfangszeit

Seit 1994 gibt es die gallische Freizeitmannschaft. Ihre ersten Schritte machte das Team zu einer Zeit, in der das World Wide Web in den Kinderschuhen steckte, in der Mobiltelefone nur etwas für reiche Geschäftsmänner waren und in der es völlig abwegig schien, dass Menschen persönliche Daten für die Allgemeinheit zur Schau stellen, so wie heutzutage auf Social Media üblich.

Der Flyer 1995:
Tops (Gauloises) vs. Flops (Mightys)
Wer früher seinen Mitmenschen Informationen zukommen lassen wollte, musste ihnen diese sprichwörtlich an die Hand geben und etwa Briefe schreiben. Und wollte man Mitbürger auf eine Veranstaltung hinweisen, kamen Flyer zum Einsatz. So auch bei den Galliern in der Anfangszeit.

Über die Jahrzehnte sind viele dieser Dokumente verschütt gegangen. Einige sind noch erhalten: So etwa Flugblätter, die das jährliche Großfeld-Match zwischen Gauloises und den Mightys ankündigten und die an Schulen verteilt worden sind. 

War der Flyer zum allerersten Match im Jahr 1994 noch im schlichten Layout, kamen auf dem Flugblatt 1995 schon Konterfeis von Fußballern, Superhelden und Comicfiguren zum Einsatz. 1997 leisteten sich die Emmertinger und Altöttinger gar den Luxus mit zwei unterschiedlichen Motiven die Menge anzulocken.

Auch Gauloises-interne Rundbriefe gab es, etwa Einladungsschreiben zur Jahreshauptversammlung 1997, zur Mannschaftssitzung 1998 und zum Neujahrsempfang 1999.

Die drakonischte Strafe gab es
bei Nichterscheinung, was nie vorkam.
In den Jahren vor der Jahrtausendwende gab es samstägliche Trainingseinheiten von Gauloises auf dem Emmertinger Sportplatz. War es zunächst noch ein Trainingsaufruf, entwickelte sich daraus ein verpflichtendes Training, das verhinderte Gallier vorher absagen mussten.

Wurde das nicht gemacht, gab es Strafen, dazu hatte die gallische Vorstandschaft einen Strafenkatalog abgesegnet. Sogar im Winter war ein regelmäßiges Hallentraining anberaumt.

Auch die Terminkalender für die Jahre 2004 und 2005 wurden den Spielern noch ausgedruckt und überreicht. Erst danach setzte sich durch, solche Informationen via E-Mail und über die Webseite zu verbreiten.

Montag, 29. Juni 2026

Heute vor 2 Jahren: Gallische Abschiedsgala mit Freude und Wehmut

Strahlende Gesichter bei Galliern und Mightys nach ihrem "letzten Finale". (c) Bella Rink

Krass, wie schnell die Zeit vergeht: Heute vor zwei Jahren fand die große gallische Abschiedsgala in Emmerting statt. Es war eines der Highlights in der 30-jährigen Geschichte von Gauloises.

Raus mit Applaus lautete das Motto an jenem heißen 29. Juni 2024. Elf Spieler nahmen das 30-jährige Jubiläum zum Anlass, aus Altersgründen ihren Abschied vom Fußball zu nehmen. Beim Retro-Match auf dem Großfeld gegen die Mighty Altöttings liefen acht Spieler zum allerletzten Mal für das Hobbyteam auf.

Unter großem Applaus traten sie im Laufe der Partie zu unterschiedlichen Zeiten in den wohlverdienten Fußball-Ruhestand. Dabei wurden die Abgänge von Steini (nach 500 Einsätzen und 157 Toren), Toss (409/48), Tom (186/65), Doc Scheiz (109/49), Diego (103/19), Bert (86/2), Majk (46/4) und Timo (45/7) musikalisch begleitet. Per Lautsprecher-Durchsage wurde an die jeweiligen Verdienste der Spieler erinnert.

Darüber hinaus nahmen Gerald (111/5) und Heli (71/2) Abschied, beide konnten aus gesundheitlichen Gründen aber nicht im Retro-Match gegen die Mightys mitspielen. Ganz fehlte der erkrankte Becks (190/19).

Feierten das 30-jährige Jubiläum von Gauloises (hinten v.l.): Präsident Schos, Timo, Toss, Jens
Morse, Majk, Forsti, Elnino, Heli, Steini und Diego sowie (vorne von links) Doc Scheiz, Lopo, Henry
Kopy, Fritzi, Bert, Aushilfsspieler Ludwig Göbl, Gerald und Alexandra. (c) Bella Rink Photography

Die Partie endete wie vor 30 Jahren mit einem Sieg der Gäste: Mit 9:5 gewannen die Altöttinger und somit nicht ganz so deutlich wie noch 1994 (8:2). Die Treffer für Gauloises erzielten Forsti (2), FritziLopo per Foulelfmeter und Bert per Kopf.

Auf beiden Seiten mischten zahlreiche Spieler mit, die schon vor drei Jahrzehnten im Premieren-Duell im Einsatz waren. Das gab dem Spiel und der Veranstaltung passend zum Jubiläum ein nostalgisches Flair mit viel Freude und etwas Wehmut

Im Anschluss an das Spiel feierten beide Mannschaften im Emmertinger Sportheim gemeinsam und mit Freunden, Fans und alten Weggefährten von anderen Teams das Wiedersehen und das gallische Jubiläum

Anwesend war auch der gallische Präsident Schos, der extra aus Brasilien angereist war und damit alle Anwesenden überraschte. Er hatte für seine Teamkameraden einen Erinnerungsanhänger mitgebracht und stiftete für die Torwand Tütchen mit brasilianischer Schokolade, die großen Absatz fanden. Später verkündete auch er seinen Abgang: Das Amt des Präsidenten, das er seit 2000 inne hatte, gab er ab.

Am treffsichersten an der Torwand zeigte sich Diego, der im Stechen um Platz 1 Sdumka das Nachsehen gab. Dritter wurde Steini. Der Sieger gewann ein Jubiläums-Shirt, auf dem alle Spieler unterschrieben. Sdumka und Steini erhielten Gutscheine fürs Sportheim.