Montag, 10. April 2017

Hofi: Keine Zeit mehr fürs Kicken

Hofi ist der Gallier
mit den fünftmeisten
Einsätzen (305)

Gauloises Emmerting muss in Zukunft ohne Hofi auskommen. Das Gründungsmitglied von 1994 gibt offen zu, keine Zeit mehr für das Kicken mit den Galliern zu haben.

Das werde sich in den nächsten Jahren nicht ändern, betont Hofi in einer E-Mail an Mannschaftsführer Toss. Die langjährige gallische Stütze weiß, was das bedeutet: „Jetzt wird's schön langsam amtlich, dass ich wohl aus dem Kader ausscheiden muss.“

Hofi führt mehrere Gründe auf, weshalb er nicht mehr mit von der Partie sein kann. Als zweifacher Familienvater und Krankenpfleger, der im Schicht- und Wochenenddienst arbeitet, sei seine verfügbare Zeit ohnehin knapp bemessen. Hinzu kämen nun organisatorische Veränderungen in der Arbeit, die dazu führen, dass die Dienstzeiten über Monate im Voraus geplant werden - also sehr, sehr lange bevor Gauloises eine Doodle-Abstimmung zu einem Turnier macht. Das zeigte sich unlängst bei der Umfrage zu den gallischen Spielterminen im April und Mai.

„Mein Dienstplan ist momentan bis zum 31. Juni fix. Und meine Freiwünsche für Juli musste ich bis zum 1. April abgeben“, schildert der langhaarige Abwehrmann. Seinen Angaben zufolge hat er schon genug Stress, um kurzfristige Termine der Kinder durch Diensttausche freizuschaufeln, so dass er kaum Rücksicht auf gallische Termine nehmen kann.

Das Laufen ist Hofis
neue Leidenschaft
Viel Zeit verschlingt auch seine neue, große Leidenschaft: das Laufen. Hofi berichtet, dass er sich bei immer mehr Wettkämpfen anmeldet und gezielt darauf hintrainiert: „Im Jahr komme ich nun auf zehn bis zwölf Läufe, die natürlich auch am Wochenende sind.“

Einer seiner Höhepunkte in der Vergangenheit war die Teilnahme am Frankfurter Marathon im Oktober 2015, als er punktgenau zur Zielzeit die Linie überquerte.

Das Hobby mache ihm großen Spaß, seine Leistungen würden spürbar besser. „Bei regionalen Wettkämpfen kann ich mittlerweile gut vorne mitlaufen. Somit habe ich den Sport für mich gefunden, bei dem ich gut bin.“ Ganz selbstkritisch urteilt er: „Fußball spielen konnte ich noch nie wirklich.“

Auch die latente Verletzungsgefahr hält ihn vom Kicken ab. Fußballer knicken schnell mal um oder verletzen sich an Muskeln. Das wäre für den passionierten Läufer natürlich fatal.

Und so muss das Emmertinger Hobbyteam bis auf Weiteres auf Hofi verzichten. Schon in den vergangenen Jahren hat er sich rar gemacht. Zuletzt trug der 39-Jährige im Februar 2015 beim 2. Atlantis Futsal Cup sein Trikot mit der Rückennummer 32. Einen Monat vorher, bei der 22. Emmertinger Ortsmeisterschaft, hatte er sich noch über seinen 300. Einsatz freuen dürfen.

Aktuell stehen 305 Einsätze und 23 Tore bei Hofi zu Buche. Nur vier Gallier haben mehr Spiele auf dem Buckel als der langjährige Verteidiger. Ganz ausschließen, dass irgendwann noch weitere hinzukommen könnten, will er nicht. „Ich habe vor, aus dem Schicht- und Wochenenddienst herauszukommen, sobald Hanna aus der Grundschule ist. Das dauert aber noch drei Jahre. Und bis dahin wird es mit Gauloises schwierig.“

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