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Dienstag, 15. Februar 2022

Soccer-Chef Roberto: Werden jedes zweite Team nicht wiedersehen

Daumen hoch für Soccer-Chef Roberto. Er ist seit mehr als 25 Jahren eine Koryphäe im
lokalen Hobbyfußball. Im Interview mit Toss wagt er eine Prognose, wie sich die zweijährige
Corona-Pandemie und die damit verbundene Sportpause auf den Freizeitfußball auswirken.

Heute vor exakt zwei Jahren waren die Gallier das bisher letzte Mal am Ball: Bei der Soccer-Trophäe am 15. Februar 2020 holten sie den 4. Platz. Den damaligen Wettkampf richtete wie üblich Soccer-Chef Roberto aus, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert eine Koryphäe in der lokalen Hobbyfußballszene ist. 

Im Gespräch mit Toss spricht er über seine Erinnerungen an dieses Turnier und die skurrile Geschichte mit dem ominösen Geldspender, aber auch darüber, wie die Gendorfer Soccer die beiden Pandemie-Jahre erlebt haben. Und Roberto wagt eine Prognose, wie sich die coronabedingte lange Sportpause auf den Vereinsfußball und Freizeitsport auswirken wird.

Der letzte gallische Wettkampf war deine Soccer-Trophäe vor genau zwei Jahren. Welche Erinnerungen hast du an das Turnier?

Roberto: Es war ein schönes Turnier mit KFF Mettenheim, Jugoslavia, Euch und anderen Teams. Und es gab diese Geschichte mit dem ominösen Spender, der Euch die Getränke spendiert hat. Insgesamt war der Tag ziemlich cool: Es gab tolle Spiele, wir als Gendorfer Soccer hatten uns als Mannschaft das erste Mal ein bisschen gefunden. Dann das Zusammensitzen und Feiern nach dem Turnier, das geht einem schon ab. Bei der Soccer-Trophäe hatten wir auch immer die richtigen Mannschaften dafür. Eine schöne Erinnerung. Wer weiß, ob die Soccer-Trophäe nochmal stattfinden kann - wir werden aber alles daran setzen.

Damals war ja nicht abzusehen, dass es das letzte Turnier für lange Zeit sein wird. Wie haben du und die Gendorfer Soccer die beiden Pandemie-Jahre erlebt? Habt Ihr trainiert oder Euch anderweitig getroffen?

Roberto: Trainiert haben wir schon, so zwei oder drei Mal. In Unterneukirchen und auch in Töging, dort zusammen mit den Allstars, das war ganz lustig. Es ist schade, wir hätten zwei, drei neue Spieler für unsere Mannschaft gehabt, aber dann ging ja nichts mehr zusammen. Wir hatten uns vorbereitet und darauf gehofft, dass es weiter geht und haben uns neue Trikots gekauft. Jetzt freuen wir uns darauf, sie endlich mal einzuweihen. Aber das kann ja noch dauern. Sonst getroffen haben wir uns nicht. Wir wollten letztes Jahr zwar ein kleines Sommerfest machen, aber dann waren mehrere Spieler krank und wir ließen es sein. Man muss halt sagen: Corona hat uns in der Hand.

Was noch dazu kam: Meine Frau und ich sind ja systemrelevant, ich bei der Post und sie im Kindergarten. Wir haben beruflich mit so vielen Menschen zu tun, deswegen haben wir extrem darauf geachtet, uns nicht anzustecken und die Corona-Krise unbeschadet zu überstehen. Das ist uns bislang geglückt, war aber nicht leicht. Daher habe ich auch nicht daran gedacht, eine Veranstaltung zu organisieren, das war zweitrangig.

Noch immer ist nicht abzusehen, wann die Pandemie endet und wann wieder die sportliche Normalität zurückkommt mit regelmäßigen Spielen und Turnieren. Was glaubst du: Wie wird sich die Pandemie mit der langen Wettkampfpause auf die lokale Hobbyfußballszene auswirken?

Roberto: Die Auswirkungen werden alle spüren, nicht nur der Hobbyfußball, sondern auch der Vereinssport und generell der Freizeitsport. Es wird sich in vielen Bereichen vieles verändern. Ein Beispiel: Für die Soccer-Trophäe haben wir immer die Halle am Hallenbad beim Landratsamt angemietet. Werden wir sie auch künftig bekommen? Ich glaube: Corona werden wir nicht mehr los, wir werden lernen müssen, mit dem Virus, den Impfungen und der Infektionsgefahr zu leben. Aber das Landratsamt muss ja die Gefahr der Ansteckung so gering wie möglich halten für alle Vereinssportler und Schüler, die diese Halle normalerweise nutzen und die Vorrecht haben. Daher wird die Frage sein, ob wir als Hobbymannschaft überhaupt nochmals die Chance bekommen, die Halle anzumieten. Ich bin da ehrlich gesagt skeptisch.

Auf die lokale Hobbyfußballszene werden große Probleme zukommen. Viele Mannschaften wird es nach dem Ganzen nicht mehr geben. Nicht nur aus sportlichen Gründen. Wir von den Gendorfer Soccer finanzieren uns über die Turniere, die wir ausrichten. Wenn es die nicht mehr gibt, wird es schwierig. Insgesamt rechne ich damit, dass wir sechs oder sieben der zwölf Mannschaften, die bei unseren Turnieren immer mitgespielt haben, nicht mehr sehen werden.

Auch der Amateursport im Allgemeinen wird unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden. Man muss ja davon ausgehen, dass viele Menschen dann keinen Bock mehr auf Sport haben werden. Und wenn der Vereinssport stirbt, gibt es auch weniger Leute, die Freizeitsport machen wollen. Da sehe ich das Hauptproblem, da habe ich die größte Angst. Wenn Eltern nicht mehr zum Sport gehen, ziehen sie nicht mehr ihre Kinder mit - somit bricht dir unten ein riesiges Fundament weg. Oder wenn jemand im Verein Tennis spielt, spielt er nebenher vielleicht Hobbyfußball. Aber wenn dieser jemand schon nicht mehr zum Tennis geht, wird er wahrscheinlich auch keinen Hobbyfußball mehr spielen. Aber diese Leute brauchst du.

Einer ungewissen Zukunft blicken also viele Teams entgegen. Unbestritten ist: Je länger die Sportpause dauert, desto schwieriger wird es, wieder reinzukommen. Das gilt auch für Gauloises, schließlich gehen viele Spieler schon auf die 50 zu. Wie siehst du die Lage in deinem Team?

Roberto: Bei uns im Team ist es ja so: Der Einzige, der auf die 50 zugeht, bin ich - der Rest ist noch relativ jung. Im Mannschaftssport gibt es aber ein grundsätzliches Problem und das schon seit Jahren: Es gibt immer mehr Leute, die keinen Bock haben, sich richtig einzubringen und mehr als das Übliche zu investieren. Daher sind nicht die alten Spieler schuld, wenn sie keine Lust mehr aufs Kicken haben, dass Mannschaften zugrunde gehen.

Früher war das anders: Die gute Entwicklung, die wir genommen haben, als wir damals die Gendorfer Soccer gegründet haben, lag daran, weil jeder mitgezogen hat. Heute hast du in den Teams zwei, drei Leute, die ziehen, und die anderen gehen mit. Und bei denen, die mitlaufen, ist es meist so: Ihnen ist relativ egal, ob ein Turnier stattfindet oder nicht. Wenn ein Turnier ansteht, sind sie da und spielen – und wenn es kein Turnier gibt, dann sind sie nicht da und warten, bis sie wieder gerufen werden. Aber dass sie selbst aus sich herausgehen und etwas anstoßen, das gibt es nicht mehr in der heutigen Zeit.

Das war damals eine andere Generation. Wenn man sich Eure früheren Videos anschaut, etwa vom ersten Spiel, und mal darauf achtet, wie viele Menschen da am Spielfeldrand stehen und wie die dabei waren, und das mit heute vergleicht, dann wird klar: Die sind weg, die sind weggebrochen. In der heutigen Zeit haben die Leute keine Lust mehr, sich hinzustellen und nicht unbedingt mitzuspielen, aber dabei zu sein. Wenn ich daran denke, wie das bei Euch früher war: Euer Präsident war vor Ort - er hält ja selbst jetzt in Brasilien Eure Fahne hoch - oder Alexandra, die Eure Videos gemacht hat. Oder der noble Spender – so etwas macht den Hobbyfußball aus. Aber das geht immer mehr kaputt. Und das hat nichts mit dem Alter zu tun. 

"Auf den Zusammenhalt kommt es schließlich an"

Roberto stand auch für die
Gallier auf dem Feld. Seine
Bilanz: 16 Spiele, 1 Tor.
Mich als Oldie reizt es immer noch, aber ich werde ja jetzt durch Corona ausgebremst und habe auch im Team nicht mehr die Mitspieler, die ich dafür bräuchte. In unserer Anfangszeit mit den Soccer sind wir jedes Wochenende auf irgendeinem Turnier gewesen. Selbst diejenigen, die verletzt waren, sind als Zuschauer mitgefahren. Das ist heute nicht mehr denkbar. 

Man kann die Leute nicht mehr zu dem Ganzen bringen, so wie es mal war. Zu diesem Dauerhaften, nach dem Motto: Ich habe die Soccer im Herzen. Oder ich habe Gauloises im Herzen. Wenn man mal darüber nachdenkt, wie viele gute Hobbyteams auf der Strecke geblieben sind, weil sie das eben nicht hatten, was wir haben: Brucker Wirt, Puckjäger und wie sie heißen. Die hatten nur das eine Ziel, zusammen zu kicken, und deswegen gibt es sie jetzt nicht mehr. 

Es gibt aber auch andere Beispiele: der Buamer Stammtisch Lipp. Extra für ihr Turnier haben wir Gendorfer Soccer uns überhaupt gegründet. Die sind mittlerweile steinalt, aber sitzen immer noch regelmäßig zusammen und gehen gemeinsam in die Halle, um Badminton zu spielen. Und das ist geil! Die haben den Zusammenhalt noch. Und darauf kommt es schließlich an.

Bei Gauloises wird die Gemeinschaft eigentlich hochgehalten, aber wegen der Pandemie gab es in den vergangenen zwei Jahren nur ein einziges Treffen. Uns verbindet die Liebe zum Fußball und auch der gute Zusammenhalt. Sollte Fußball für viele Gallier nach der Corona-Krise nicht mehr infrage kommen, würde uns das vor neue Herausforderungen stellen. Dann müssen wir den Teamspirit in andere Bereich übertragen. Werden sich Gauloises und die Soccer künftig also beim Kegeln, Pokern oder Darten messen statt auf dem Fußballplatz?

Roberto: Ja, kann schon sein, dass wir nicht mehr so oft gegeneinander Fußball spielen werden. Man muss sehen: die Arbeitswelt hat sich auch verändert. Früher war es den Unternehmen wichtig, dass die Mitarbeiter hin und wieder Sport treiben. Wenn ich heute in der Arbeit ankündige, dass ich am Wochenende ein Fußballspiel habe, dann schlägt mein Chef die Hände über den Kopf zusammen, weil er sich Sorgen macht, dass ich mich verletzen und dann im Job fehlen könnte. 

Dann vielleicht doch häufiger pokern oder kegeln. Ich habe kein Problem damit, gegen Euch im Kegeln zu verlieren. Weil Kegeln kann ich gar nicht – wobei: Böse Zungen behaupten, ich könne auch nicht Fußball spielen, von daher gleicht es sich wieder aus. Vielleicht spielen wir nur noch einmal im Jahr Fußball gegeneinander, und gehen dafür eher zum Karten spielen oder Kegeln. Das tut dem Spaß ja keinen Abbruch. Ich freue mich auf jedes Spiel gegen Euch. 

Ich bin mir aber sicher: Wir werden schon mal wieder gegeneinander Fußball spielen. Ihr habt ja auch viele junge Spieler, da müsst Ihr nicht auf Understatement machen. Ihr seid schon eine verdammt gute Truppe, ich ziehe den Hut vor Euch. Man muss die Jungs halt irgendwie bei der Stange halten. Ich wünsche den Galliern, dass sie nicht den Mut verlieren. Irgendwann wird es wieder bergauf gehen. Und wenn wir bei den Soccer über die Zukunft reden, dann merke ich: Alle freuen sich schon wahnsinnig darauf, mit Euch mal wieder im sportlichen Sinne die Klingen kreuzen zu können. Wir hoffen, dieses Jahr unser Sommerturnier ausrichten zu können, wenn auch im kleineren Rahmen - und dass wir uns alle dann dort wiedersehen.

Eine schöne Vorstellung. Aber nochmal zurück zur Soccer-Trophäe 2020. Du hast es ja angesprochen: Das Turnier war für die Gallier auch deswegen etwas Besonderes, weil es einen anonymen Gönner gab, der Getränke für sie spendete. Jetzt nach zwei Jahren kannst du es ja verraten: Wer steckte damals dahinter?

Roberto: Ich bitte um Verständnis, dass ich das nicht verraten kann. Ich würde ja mein Gesicht verlieren, weil ich dem Spender versprochen habe, es nicht preiszugeben. Das war ihm wichtig. Solange es von ihm kein Okay gibt, werde ich es nicht sagen. Es ist auf jeden Fall eine super witzige Geschichte. Und sollte ich mal ein Buch rausbringen, wird das darin ein Thema sein. Es ist ja äußerst unüblich, dass jemand einer Mannschaft im Grunde Geld schenkt, aber nicht will, dass herauskommt, wer dahinter steckt. Ich organisiere ja schon seit Jahrzehnten Turniere, aber so etwas habe ich davor noch nie erlebt.

Dienstag, 1. Februar 2022

Gauloises steht vor einer ungewissen Zukunft

Noch immer ist nicht absehbar, wann die Coronavirus-Pandemie zu Ende geht und die Freizeitfußballmannschaft Gauloises Emmerting ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen kann – sehr wahrscheinlich wird eine Rückkehr in die sportliche Normalität auch 2022 nicht möglich sein.

Jetzt, im Februar, ist es genau zwei Jahre her, dass die Gallier das letzte Mal im Einsatz waren: Bei der Soccer-Trophäe 2020 holten sie den 4. Platz. Seither ruht der Ball, es herrscht eine Zwangspause als Folge der Corona-Pandemie. 

Und das birgt eine Gefahr für jedwede Sportmannschaft: Je länger die spielfreie Zeit andauert, desto schwieriger wird es im Anschluss, wieder reinzukommen. Das gilt erst recht für eine alternde Truppe wie Gauloises, in der die große Mehrheit ihren 40. Geburtstag schon längst gefeiert hat und viele Spieler nun schon auf die 50 zusteuern.

„Wenn die Corona-Pandemie vorbei ist, wird die große Frage sein, wie viele Gallier dann noch Lust haben, wieder regelmäßig zu spielen“, überlegt Kapitän Jens. „Mehrere Jahre raus zu sein aus dem Kicken und dem regelmäßigen Sport birgt natürlich auch Verletzungsgefahren.“

Dass von Null auf hundert in unserem Alter nicht mehr geht und man nicht von der Couch einfach auf den Fußballplatz wechseln kann ohne entsprechende Vorbereitung, darauf wies Doc Scheiz schon im vergangenen Jahr hin. In diesem Beitrag gab der Reischacher Hausarzt zehn Tipps, wie sich die Freizeitkicker nach der langen coronabedingten Sportpause wieder fit machen können.

Wer kann, wer will noch kicken?

Doch nicht nur das zunehmende Alter und die körperliche Verfassung, die durch die spielfreie Zeit bei einigen wohl gelitten hat, dürften für Gauloises den Wiedereinstieg in den regelmäßigen Spielbetrieb schwieriger machen. Es muss ja auch damit gerechnet werden, dass es den einen oder anderen gibt, der sich dann nicht mehr aufraffen kann, die Fußballschuhe regelmäßig zu schnüren.

„Nach der langen Pause könnte es ja einigen Galliern schwer fallen, die Schattenseiten des Fußballs wieder zu akzeptieren“, weiß Jens. „Vielleicht sind einige nicht mehr bereit, die Verletzungsrisiken auf sich zu nehmen oder die Schmerzen in Muskulatur und Gelenken hinzunehmen, die altersbedingt nach dem Kicken auftreten und für ein paar Tage anhalten können.“

Deshalb plant der gallische Mannschaftsführer in den Dialog mit jedem Spieler zu treten, sobald die Corona-Pandemie zu Ende ist und es wieder grünes Licht für den Mannschaftssport gibt: „Wir müssen ja wissen, auf wen wir dann wie stark setzen können.“

Ungewisse Zukunft im doppelten Sinn

Gauloises steht somit vor einer ungewissen Zukunft – und das im doppelten Sinn: Zum einen ist ja noch nicht absehbar, wann der Zeitpunkt sein wird, an dem eine Rückkehr in die sportliche Normalität wieder möglich wird. Zum anderen wird sich dann erst herauskristallisieren können, wie die gallische Zukunft aussieht, wenn bekannt ist, wie viele Teamkameraden weiter am Ball bleiben wollen.

Freitag, 21. Januar 2022

Für Hobbyfußball weiterhin keine Normalität in Sicht

Das Coronavirus legt weiterhin
den Freizeitfußball lahm.
Auch im neuen Jahr 2022 wird es für den Hobbyfußball wohl so schnell keine Rückkehr zur Normalität geben. Nach Einschätzung von Epidemiologen und Virologen ist weiterhin nicht absehbar, wann die Coronavirus-Pandemie zu Ende geht.

Das belegt auch der aktuelle Trend: Das Infektionsgeschehen mit der sich immer stärker ausbreitenden Omikron-Variante sorgt für so viele tägliche Neuinfektionen wie noch nie, und auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreicht immer neue Höchstwerte (siehe Grafik unten). 

Dabei rollt die Omikron-Welle jetzt erst an, es muss also damit gerechnet werden, dass die Zahlen noch weiter steigen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet sogar damit, dass in den nächsten acht Wochen sich jeder zweite Europäer mit SARS-CoV-2 infiziert hat.

Infektionsschutz bleibt somit oberstes Gebot. Und damit geht die Zwangspause für den Mannschaftssport, wie es der Hobbyfußball ist, weiter. Also auch für Gauloises Emmerting. „Es macht aktuell überhaupt keinen Sinn, irgendetwas für 2022 zu planen“, berichtet Kapitän Jens. „Uns bleibt ja nichts anders übrig, als abzuwarten, wie sich das mit der Pandemie entwickelt.“

Man muss kein großer Wahrsager sein, um vorhersagen zu können: Eine Rückkehr in die sportliche Normalität mit regelmäßigen Spielen und Turniereinsätzen wird es wohl auch in diesem Jahr nicht geben. Es bleibt aber zu hoffen, dass sich die Lage zumindest so verbessert, dass mal ein gemeinsames Training möglich wird – etwa im Sommer. - Die aktuelle Corona-Lage:

Dienstag, 23. November 2021

Keine Weihnachtsfeier 2021

Auch im Jahr 2021 lässt Corona keine gallische Weihnachtsfeier im Mehringer Sportheim zu. "Bei einer Inzidenz von rund 1000 im Landkreis Altötting und von über 2000 im Bezirk Braunau macht es derzeit einfach keinen Sinn über eine gallische Präsenzveranstaltung nachzudenken", so Teamchef Jens. Die Lage werde sich vermutlich in den nächsten Wochen nicht groß verbessern.

"Derzeit geht es darum, dass das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Da wäre es unverantwortlich, uns Gedanken über einen gemeinsamen Teamabend zu machen", führt Jens weiter aus. Sobald es die Lage wieder zulässt, ist aber ein Ersatztermin angedacht. Hoffentlich bereits im Frühling. - Die aktuelle Corona-Lage:

Dienstag, 31. August 2021

Beim Gauloises-Treffen gelten neue Anti-Corona-Regeln

Da muss der Ball durch: Die Gallier beim Fußballgolf im Jahr 2017. Gibts eine Neuauflage?

Im September oder Oktober wollen die Gallier nach langer Zeit mal wieder zusammenkommen. Mannschaftsführer Jens plant ein geselliges Treffen mit einer gemeinschaftlichen Unternehmung, etwa Fußballgolf. Dauerbrenner Steini hat eine weitere Alternative ins Spiel gebracht: Bauerngolf in Samerberg. 

Wozu auch immer sich die Gauloises-Mitglieder demnächst treffen, es werden neue Anti-Corona-Regeln gelten. Das bayerische Kabinett hat heute deutliche Änderungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie beschlossen, die ab 2. September greifen. Zahlreiche Einschränkungen werden aufgehoben, etwa die allgemeinen Kontaktbeschränkungen oder die FFP2-Maskenpflicht. Auch entfällt die Sperrstunde in Kneipen und Bars, ab Oktober sollen zudem wieder Clubs und Diskotheken öffnen. 

Neu ist allerdings die 3G-Regelung für den Innenbereich. In Städten und Landkreisen, die eine Corona-Inzidenz von mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnen, dürfen sich nur noch geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen in den Innenräumen von vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen aufhalten. Dieser 3G-Grundsatz gilt etwa für Sportgaststätten - und könnte somit für eine eventuelle gallische Weihnachtsfeier von Bedeutung sein. 

In Kürze will Jens die Doodle-Umfrage für die gemeinsame Unternehmung im Herbst starten. Der gallische Kapitän hofft auf rege Zusagen. - Das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen in Bayern:

Mittwoch, 28. Juli 2021

Doc Scheiz gibt 10 Tipps: So werden die Gallier wieder fit

Doc Scheiz am Ball: Der Hausarzt gibt den Galliern Tipps, wie sie schnell wieder fit werden. 

Erst Fitness, dann Fußball: So will Gauloises Emmerting das Comeback auf dem Platz angehen, nachdem Fußball als Mannschaftssport nun wieder erlaubt ist. Doc Scheiz hat zehn Tipps, wie sich die Gallier, speziell aus der Gilde der Ü40-Veteranen, nach der langen coronabedingten Sportpause wieder fit machen können.

1. Joggen als Einstieg
„Bei den jungen Spielern gehe ich fest davon aus, dass sie auch während der Corona-Pandemie regelmäßig Sport getrieben haben“, betont Doc Scheiz im Gespräch mit Toss. „Die Gallier, die das nicht gemacht haben – wohl eher die älteren Teamkameraden – sollten mit Joggen beginnen. Drei Kilometer langsam zu laufen, reicht zum Einstieg“, bekräftigt der Hausarzt. 

2. Dossiert trainieren
Die Gallier sollten sich nach der Sportpause nicht zu viel zumuten und mit kurzen Trainingseinheiten beginnen. „Ein, zwei Mal die Woche leichtes Joggen sind am Anfang genug“, so Doc. Wichtig sei, dass man dossiert trainiere, um langsam wieder reinzukommen. Wer gleich zum Start acht Kilometer abreißen möchte, laufe Gefahr, sich zu übernehmen, warnt der Mediziner.

3. Training langsam steigern
Zunächst sollten die Gallier dossiert trainieren, sich aber bei zunehmender sportlicher Betätigung langsam steigern. „Doch es gilt die Devise: Nur nicht übertreiben. Weil das birgt eine große Verletzungsgefahr“, bekräftigt der Reischacher. 

4. Andere Übungen beim Joggen einbauen
Scheiz rät dazu, beim Joggen nicht zur zu laufen, sondern auch andere Übungen einzubauen, so dass auch mehr Körperregionen wieder in Schwung kommen: „Man kann hin und wieder die Arme kreisen lassen oder mal kurz einen Hoppsa-Lauf einbauen.“ 

5. Dehnen nach dem Joggen
Nach dem Joggen sei es wichtig, sich ausgiebig zu dehnen, betont Doc, denn nach einer längeren Sportpause sei mit einem Muskelkater fest zu rechnen. „Der Körper ist nach so langer Pause quasi eingerostet. Muskeln, Bänder und Sehnen haben sich zurückentwickelt“, unterstreicht der Gründervater von Gauloises. 

6. Pulsbereich im Blick behalten
Beim Joggen und allgemein beim Training sollten die Gallier die körperliche Belastung im Blick behalten. „Zu Beginn sollte man im Pulsbereich 130 trainieren - bis maximal 140“, gibt Scheiz die Richtung vor. 

7. Für Abwechslung im Training sorgen
Abwechslung im Training schadet nie. „Man sollte sich nicht nur aufs Joggen konzentrieren, sondern auch andere Sport- und Bewegungsmöglichkeiten nutzen – etwa Radfahren oder Schwimmen“, erläutert der Gallier. Er selbst sei ein großer Fan von Spinning, das er selbst jede Woche macht. 

8. Auch mal den Ball rollen lassen
Auch fußballspezifisch kann und sollte trainiert werden. „Wir haben bei Gauloises viele Jugendtrainer, die kicken ja ohnehin ein bisschen mit den Kindern. Aber auch für die anderen Gallier ist es ratsam, wenn sie ab und an ein wenig mit dem Ball spielen, passen und schießen, um wieder ein Gefühl für die Kugel zu bekommen“, findet der 44-Jährige. 

9. Als Team trainieren
Der Mediziner unterstützt die Idee von Kapitän Jens, erst mal ein gallisches Teamtraining abzuhalten, ehe ein Wettkampf mit einer anderen Mannschaft vereinbart wird. „Bevor es in ein richtiges Spiel geht, sollte man Gauloises-intern schon mal gekickt haben“, rät der Doc. „Denn beim Fußball kommt es zu vielen gefährlichen Bewegungen und auch Zweikämpfen. Wenn man da beim Timing zu spät kommt, passieren die Verletzungen.“ Ein gemeinsames Kicken als Mannschaft helfe, wieder ein Gespür für die Bewegungsabläufe zu bekommen. 

10. Corona-Impfschutz einholen
Da Fußball ein Mannschaftssport ist, sollte auch der Schutz vor der Ansteckung mit SARS-CoV-2 beachtet werden, betont Doc Scheiz. Der Reischacher Hausarzt bietet allen Galliern eine Corona-Impfung in seiner Praxis an. Interessierte sollen einfach eine Mail an die Praxis schicken und reinschreiben, dass sie mit ihm gemeinsam Fußball spielen. Wer eine Impfung mit dem BioNTech-Impfstoff wünscht, muss sich aber auf eine längere Wartezeit einstellen. Schneller gehe es mit der Johnson&Johnson-Vakzine, die auch den Vorteil bietet, dass nur einmal geimpft werden muss.

Montag, 7. Juni 2021

Für Gallier gilt: Erst Fitness, dann Fußball!

Fußball ist wieder möglich. Gauloises plant sein Comeback auf dem Rasen.

Endlich ist es soweit: Seit dem heutigen Montag (7. Juni) kann im Landkreis Altötting wieder Fußball als Mannschaftssport betrieben werden. Die Corona-Lage mit einer zuletzt dauerhaften Inzidenz unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erlaubt es, dass Vereine und Hobbyteams ihrer Leidenschaft frönen. Auch Gauloises denkt daran, bald gemeinsam die Kugel rollen zu lassen.

Doch bevor die Gallier auf den Platz zurückkehren, sollten sie erst die erforderliche Fitness erlangt haben. „Von null auf hundert geht in unserem Alter nicht mehr“, erinnert Kapitän Jens und betont: „Jeder sollte sich erst etwas fit machen, bevor wir uns zum Kicken treffen. Sonst ist die Verletzungsgefahr zu groß“.

Seit Februar 2020 ruhte der Ball für das Emmertinger Hobbyfußballteam, dessen Mitglieder größtenteils über 40 Jahre alt sind. Wie eine Umfrage unter den Veteranen im Dezember zeigte, haben sich einige in dieser coronabedingten Fußballpause zumindest etwas fit gehalten, andere trieben seitdem keinen Sport mehr. Das bedeutet also für etliche Gauloises-Mitglieder kaum oder keine sportliche Betätigung seit knapp 1,5 Jahren.

Wer jetzt einfach von der Couch aufsteht und meint, er könne aus dem Stegreif gleich wieder Fußball spielen, der irrt nicht nur, sondern unterschätzt die enorme Verletzungsgefahr. Darauf weist auch Doc Scheiz hin: „Der Körper ist nach so langer Pause quasi eingerostet. Muskeln, Bänder und Sehnen haben sich zurückentwickelt. Die muss man behutsam wieder aufbauen.“ Sein Rat an die Kameraden: Erst Fitness, dann Fußball. Tipps, wie das konkret aussehen kann, wird der Hausarzt in der nächsten News am Ende der Woche verraten.

Kapitän Jens hat indes schon konkret im Kopf, wie für die Gallier das Comeback auf dem Platz aussehen soll. Im Juni sollen die Spieler zunächst an ihrer persönlichen Fitness arbeiten, im Juli soll dann ein mannschaftsinternes Kicken stattfinden, damit die Gallier wieder ein Gefühl für den Ball und die Belastung bekommen. Geht alles gut und bleibt die Corona-Lage weiter so stabil, könnte im August dann ein Kleinfeld-Duell mit beispielsweise den Gendorfer Soccer anvisiert werden.

Samstag, 24. April 2021

Der Bund bremst den Teamsport weiter aus

Das Coronavirus legt weiterhin
den Freizeitfußball lahm.
Seit heute gilt die neue bundesweite Notbremse, die einheitliche Anti-Corona-Maßnahmen vorsieht für Regionen, die ein hohes Corona-Infektionsgeschehen aufweisen. Wird in einem Kreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 registriert, gelten dort schärfere Regeln wie eine Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr und bei Kontaktbeschränkungen. Ein Haushalt darf sich maximal mit einer weiteren Person treffen. 

Die „Bundes-Notbremse“ bringt auch neue Vorgaben für den Sport mit sich: Teamsport wie Fußball ist verboten, Individualsport darf aber ausgeübt werden - entweder alleine, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts. Alle Maßnahmen der Bundesregierung hier im Überblick. Sie gelten solange, bis die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Schwelle von 100 wieder unterschreitet.

Somit bleibt alles beim alten: Der Ball muss für Gauloises ruhen, bis das Infektionsgeschehen zurückgedrängt ist oder die Corona-Impfungen soweit vorangeschritten sind, dass es eine Herden-Immunität gibt. Und die Fortschritte beim Impfen machen ja Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie. Einige Gallier haben schon ihre erste Impfung erhalten und für die anderen gibt es nun auch die Möglichkeit, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Bayern hat kürzlich die Corona-Impfungen mit der AstraZeneca-Vakzine Vaxzevria® in Arztpraxen für alle Personen ab 18 Jahren freigegeben. - Die aktuelle Corona-Lage:

Mittwoch, 7. April 2021

Fußball wieder möglich – zumindest im Saarland

Ist das nur eine einmalige Testphase oder schon der Fingerzeig, wie es künftig in Deutschland laufen wird? Im Saarland ist ein Modellprojekt gestartet, das es trotz der hoher Corona-Infektionszahlen erlaubt, dass Menschen Sport treiben sowie Kinos und Kneipen mit Außengastronomie besuchen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Somit können Hobbykicker an der Saar aufatmen und nun wieder gegen den Ball treten. „Kontaktsport im Außenbereich (z.B. Fußball) ist wieder möglich. Im Innenbereich ist kontaktfreier Sport erlaubt“, berichtet der Saarländische Rundfunk. „In allen Fällen muss aber ein negativer Test vorgelegt werden.“

Experten sehen den Alleingang des Saarlands skeptisch und warnen davor, dass die Lockerungen das Corona-Infektionsgeschehen in die Höhe treiben könnten. Die saarländische Landesregierung wagt dennoch den Schritt und eröffnet mit diesen Öffnungsschritten neue Perspektiven für die heimische Wirtschaft und die Bewohner. Es bleibt abzuwarten, welchen Effekt das „Saarland-Modell“ auf das Pandemie-Geschehen hat – und ob es ein einmaliger Test wird oder zur Blaupause auch für andere Bundesländer wie Bayern werden kann.

Donnerstag, 4. März 2021

Eine der Perspektiven: Kicken im Freien nach Corona-Schnelltests

Die Öffnungsstrategie der Regierung: Na, wer steigt da durch?

Alles wie gehabt: Es wird noch eine ganze Zeit dauern, bis die gallischen Hobbyfußballer wie andere Sportmannschaften wieder ihrer Leidenschaft frönen dürfen. Das geht aus den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern zur Bewältigung der SARS-CoV-2-Pandemie hervor.

Die Politik hat aus Angst vor den gefährlicheren Coronavirus-Mutationen erneut den Shutdown verlängert – bis zunächst 28. März. Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung, dass sich an dem tristen Alltag mit den vielen Einschränkungen endlich mal was ändert. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben einen Öffnungsplan entwickelt, der äußerst kompliziert ausfällt und für normale Bürger nicht so einfach zu begreifen ist (siehe Bild). Stufenweise soll je nach Inzidenz gelockert und geöffnet werden.

In dieser Öffnungsstrategie hat auch der Sport wie Fußball eine Perspektive bekommen. Und zwar im 4. Öffnungsschritt, der frühestens am 22. März greift – und das auch nur in Städten und Landkreisen, die über eine längere Zeit ein niedriges Corona-Infektionsgeschehen aufweisen. Dort wo es weniger als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in mindestens 14 aufeinanderfolgenden Tagen nach dem 8. März gibt, ist dann Kontaktsport im Freien erlaubt. Beträgt die Inzidenz zwischen 50 und 100, kann auch gesportelt werden - allerdings nur, wenn man einen tagesaktuellen Corona-Test (Schnelltest oder Selbsttest) vorweisen kann, aus dem hervorgeht, dass man nicht infiziert ist.

Viele Hürden sind also zu nehmen, bis der Ball im Hobbyfußball rollen kann. Daher gilt für Gauloises weiter die Devise: Abwarten. Irgendwann muss der Spuk ja mal vorbei sein. - Das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen:

Mittwoch, 10. Februar 2021

An Fußball ist noch nicht zu denken

Das Coronavirus legt weiterhin
den Freizeitfußball lahm.
Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland bleiben bis 7. März bestehen - das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder heute vereinbart. Wahrscheinlich gibt es dann sogar noch eine Verlängerung, zu groß scheint die Angst in der Politik vor den aufgetretenen Coronavirus-Mutationen, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mitunter deutlich ansteckender sind als die bisher weit verbreitete SARS-CoV-2-Variante.

Für Gauloises bedeutet das: Auch in nächster Zeit ist nicht an ein geselliges Treffen oder gar gemeinschaftliches Kicken zu denken. Vieles deutet darauf hin, dass auch in 2021 die fußballfreie Zeit länger ausfallen wird als sich das die Gallier und andere Sportskameraden vorgestellt haben. Womöglich zieht sich die Sportpause noch über Monate, da die Corona-Impfungen wegen der Impfstoff-Lieferengpässe nicht ins Rollen kommen. 

Und viele, die darauf hoffen, dass zumindest im Sommer Fußballspiele möglich sein könnten, weil ja die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass bei warmen Temperaturen die Ansteckungsgefahr sinkt, könnten enttäuscht werden. Denn ob Bund und Länder solche Treffen erlauben werden, ist mehr als fraglich, solange eine gewisse Herden-Immunität nicht erreicht ist. Und das braucht Zeit. Selbst Bundeskanzlerin Merkel rechnet damit, dass es bis zum 21. September dauern dürfte, ehe jedem Bundesbürger ein Impfangebot unterbreitet worden ist - ganz gleich, welchen Rang er bei der Impf-Priorisierung hat.

Somit bleibt den Galliern wie auch anderen Mannschaftssportlern nichts anderes übrig, als sich weiterhin in Geduld zu üben. Irgendwann hat alles ein Ende – selbst eine äußerst nervige SARS-CoV-2-Pandemie.

Samstag, 16. Januar 2021

Keine Soccer-Trophäe in diesem Jahr

Das Coronavirus legt weiterhin
den Freizeitfußball lahm.
Die Info überrascht nicht, schmerzt aber trotzdem: In diesem Jahr wird es keine Soccer-Trophäe geben. Soccer-Vorstand Roberto gab auf Nachfrage bekannt: „Mir blutet das Herz, aber die Soccer-Trophäe wird nicht stattfinden.“ Das traditionsreiche Hallenturnier, stets im Februar oder März ausgetragen, fällt der Coronavirus-Pandemie zum Opfer. 

Im vergangenen Jahr konnte der äußerst beliebte Wettbewerb über die Bühne gehen, weil SARS-CoV-2 im Februar hierzulande noch nicht Fuß gefasst hatte. Gauloises erreichte den 4. Platz und grübelte über die Identität eines ominösen Spenders. 

Seither haben die Gallier kein Spiel mehr bestritten. Und aktuell sieht es nicht danach aus, dass die sportliche Zwangspause bald endet. Bei den hohen Infektionszahlen, die es zurzeit gibt, ist an ein gemeinsames Kicken nicht zu denken - und erst recht nicht im Zusammenhang mit einem sportlichen Wettkampf wie der Soccer-Trophäe. 

„Die Halle würden wir ohnehin nicht kriegen“, glaubt Roberto. Oder wenn doch, dann mit Auflagen, die nicht akzeptabel seien. „Wir haben alles gedanklich durchgespielt. Wenn wir überhaupt ein Turnier veranstalten dürften, dann müssten wir es Stammtisch-untypisch machen. Und das ist nicht unser Credo.“

Damit meint er mögliche Anti-Corona-Maßnahmen, die einem geselligen Miteinander der Spieler und Mannschaften, das die Soccer-Trophäe ja auch ausmacht, entgegen stehen. „Es wäre doch blöd, wenn wir ein Turnier ausrichten, wo die Mannschaften immer in den Kabinen sitzen bleiben müssen, weil sie Abstand halten müssen.“ Das sei mit dem Gedanken des Freizeitfußballs nicht vereinbar.

Die Gendorfer haben daher erst gar nicht mit den Vorplanungen für die Soccer-Trophäe begonnen. „Wir haben letztes Jahr schon gemerkt, dass das mit der Soccer-Trophäe 2021 nichts werden dürfte.“ Darum legen die Freunde aus dem Alztal ihr Hauptaugenmerk in diesem Jahr auf das Sommerturnier - „in der Hoffnung, dass wir bis dahin die Corona-Pandemie in den Griff bekommen haben“, betont Roberto – und schiebt nach: „Wir müssen Geduld haben. Es hilft halt alles nichts.“

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Rückblick 2020: Coronavirus legt Hobbyfußball lahm

Das Jahr 2020 stand im Zeichen der Coronavirus-Pandemie. Ab März hielt SARS-CoV-2 die Welt in Atem. Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen wurden erlassen, um die Ausbreitung des neuartigen Erregers zu verhindern.

Für Gauloises brachte das eine sportliche Zwangspause, weil der Hobbyfußball lahm gelegt wurde. In diesem Jahr waren die Emmertinger nur einmal am Ball - im Februar, als das Coronavirus Deutschland noch nicht erreicht hatte. Bei dieser 17. Soccer-Trophäe glückte Platz 4 – aufregend war zudem eine rätselhafte Randgeschichte um einen ominösen Spender.

Auch gesellige Treffen waren über viele Monate nicht erlaubt. Ausnahmen galten im Sommer, als die Infektionszahlen niedrig waren. Und so ging im August die vierte gallische Minigolf-Meisterschaft über die Bühne. Steini setzte sich in der Burghauser Anlage die Krone auf.

Da die Bundesregierung im Herbst die Anti-Corona-Maßnahmen wieder verschärfte, musste die gallische Weihnachtsfeier erstmals virtuell stattfinden. Elf Gallier nahmen an der Skype-Konferenz teil und stellten wichtige Weichen für die Zukunft: Sie nahmen Benni als festes Mitglied auf und beschlossen das neue Logo. Zudem kündigte Kapitän Jens an, dass es einen Mannschaftstrainingsanzug geben soll. - Der Rückblick:

4. Platz bei Soccer-Trophäe
Sportlicher Jahresauftakt geglückt

Gallisches Minigolf in Burghausen
Steini krönt sich zum Meister
Gruppenbild der Teilnehmer
Diashow vom gallischen Minigolf
Alle News zum gallischen Minigolf


Virtuelle Weihnachtsfeier
Neues Mitglied, neues Logo und ein Quiz


Gallische Coronavirus-News
So halten sich die Gauloises-Veteranen in der Corona-Zeit fit
Corona-Drama in Brasilien: El Presidente trägt Schutzhelm
Coronavirus in Brasilien: Schos in großer Sorge
Kopy in Kurzarbeit - Testergebnis bei Toss
Docs Kampf gegen das Coronavirus
Lockdown: Maxi und Michi mögen die Muße des Moments
So erleben Jens und Schos die Corona-Krise


Weitere News rund ums Team
Steini: Karriere-Ende noch kein Thema
Toss kann schmerzfrei joggen
Nur der Doc zieht in den Gemeinderat ein
Maxi startet nächsten Schritt Richtung Lehrer

Dienstag, 8. Dezember 2020

So halten sich die Gauloises-Veteranen in der Corona-Zeit fit

Seit zehn Monaten ruht der Ball für Gauloises wegen der Coronavirus-Pandemie. Und es ist noch nicht absehbar, wann die Emmertinger das nächste Mal gemeinsam kicken können. 

Wie gehen die gallischen Veteranen mit dieser fußballfreien Zeit um, halten sie sich anderweitig sportlich fit oder besteht die Gefahr, dass sie einrosten? Eine Umfrage unter den Ü40-Spielern zeigt: Auch ohne Fußball haben sich viele in der Corona-Zeit regelmäßig bewegt – wenn auch in unterschiedlichem Umfang. Die Antworten der einzelnen Gallier:

Steini: Ich schätze, dass ich zwischen März und Oktober um die 14.000 Kilometer geradelt bin. Aber ob man das jetzt Sport nennen kann, oder einfach nur durchgeknallt… 

Kopy: Ich halte mich von Montag bis Freitag so fit, dass ich bei BMW nur Arbeitstakte mache, bei denen ich acht Stunden lang flott hin und her gehen muss, so jeweils fünf Meter. Ich wäre schlank wie eine Gazelle - nur dumm, dass 20 Meter weiter ein Automat steht, an dem es Kinderriegel gibt.

Tom: Über gelegentliches Joggen komme ich zurzeit nicht raus. Allerdings bin ich gerade dabei, mir im Keller einen kleinen Fitnessraum einzubauen. Ein Speedbike habe ich zumindest schon bestellt.

Michi: Ich gehe regelmäßig joggen, pro Woche mindestens drei Mal und so insgesamt rund 40 Kilometer. Das allerdings im "Rentnertempo", für einen Kilometer brauche ich etwa sieben Minuten. Ballspielen tue ich momentan nur mit der älteren Dackeldame Lisa, die vor rund einem Jahr bei meiner "Ziehmutter" Irmi eingezogen ist. Das kommt alle ein, zwei Wochen vor, wenn ich mal zu Besuch bin.

Elnino: Ich treibe momentan keinen Sport, habe aber bis Oktober jeden Mittwoch mit der AH Tarsdorf trainiert. Ich fühle mich körperlich dem Alter entsprechend gut.

Lopo: Im Moment arbeite ich vermehrt im taktischen Bereich und an der Spielintelligenz. Das heißt, ich beschäftige mich mit den Highlights aus Bundesliga und Serie A mit einer Ausnahme: Spiele mit Schalker Beteiligung, weil zu wenig Aussagekraft. Im physischen Bereich versuche ich mich immer wieder mal mit längeren Spaziergängen fit zu halten. Insgesamt ist es halt nicht einfach, wenn man kein sportliches Event hat, auf das man sich freuen kann - und jetzt fällt auch noch das gallische Weihnachtskegeln aus. Aber ich freue mich schon sehr auf 2021 und hoffe, dass wir dann wieder spielen können, schließlich möchte ich schnellstmöglich mein 300. Spiel für Gauloises bestreiten.

Toss: Aufgrund meiner Knieverletzung war ich ja lange in physiotherapeutischer Behandlung und habe monatelang täglich 10 Kilometer auf dem Ergometer trainiert, um Muskeln aufzubauen und das Knie fit zu kriegen. Mittlerweile radele ich nur noch drei Mal die Woche, und gehe zudem einmal rund 45 Minuten joggen. Das ist deutlich mehr als ich vor meiner Verletzung gemacht habe. Doch fit genug, um eventuell wieder Fußball zu spielen, bin ich dennoch nicht, weil ich immer noch Probleme habe, in die Hocke zu gehen.

Montag, 23. November 2020

Gallische Weihnachtsfeier diesmal virtuell

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Hobbyfußballmannschaft Gauloises Emmerting ihre traditionelle Weihnachtsfeier im Mehringer Sportheim heuer nicht abhalten. Stattdessen gibt es eine virtuelle Runde zum Jahresabschluss.

Kapitän Jens brachte via Whatsapp die Idee vor, mehrere Spieler zeigten sich begeistert und sagten zu. An welchem Tag genau das gallische Skype-Meeting stattfindet, wird in Kürze mittels einer Doodle-Umfrage geklärt. Jens kündigte an, mehrere Termine zur Auswahl zu stellen.

Wie bei der traditionellen Weihnachtsfeier üblich wird es auch einen kurzen offiziellen Teil geben. Darin wird unter anderem über die Kassenfinanzen berichtet, der Entwurf eines neuen Logos besprochen und über einen möglichen Neuzugang abgestimmt.

Anschließend wird es ein launiges Fußballquiz geben, bei dem die Gallier ihr Fachwissen unter Beweis stellen können. Lustig und unterhaltsam wird es auf jeden Fall, schließlich fungiert Maxi als Quizmaster. Somit ist alles bereitet für einen spaßigen gallischen Jahresabschluss – wenn auch diesmal in virtueller Runde.

Montag, 2. November 2020

Erneut fußballfreie Zeit angeordnet

Von heute (2. November) an gelten in Deutschland wieder Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Bund und Länder hoffen, mit einem mindestens vierwöchigen Teil-Lockdown die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen hierzulande täglich stark gestiegen.

Amateur- und Freizeitsportlern ist es nun wieder verboten, im Team Sport zu treiben. Damit ist wie schon im Lockdown zu Beginn der Pandemie eine fußballfreie Zeit angeordnet. Für Gauloises ist das aktuell nicht dramatisch, schließlich war ohnehin kein gemeinsames Kicken in nächster Zeit geplant. Dafür war eine gemeinschaftliche Unternehmung angedacht, die Kapitän Jens vor zwei Wochen schon abgesagt hat, weil er die Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens richtig vorhersah.

Sehr unwahrscheinlich ist auch, dass die Emmertinger ihr traditionelles Weihnachtsfest im Mehringer Sportheim austragen können. Möglich wäre allerdings eine virtuelle Weihnachtsfeier. Wie diese Idee bei den Galliern ankommt, soll demnächst in einer Umfrage ermittelt werden.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland im Vergleich:



Freitag, 26. Juni 2020

Corona-Drama in Brasilien: El trägt jetzt Schutzhelm

Daumen hoch: der Schutz sitzt!

Die Welt blickt entsetzt nach Brasilien, wo sich die Corona-Welle zu einer wahren Flut entwickelt hat: Zuletzt zählte das südamerikanische Land knapp 40.000 Neu-Infektionen - täglich, wohlgemerkt. 

Das bedeutet, dass in Brasilien an zwei Tagen genau so viele COVID-19-Patienten neu hinzukommen wie es in China, wo die Pandemie ja ihren Anfang nahm, bislang überhaupt gibt. Das zeigt das wahre Ausmaß des Desasters.

Und mittendrin im Corona-Drama in Brasilien ist Schos. Der Gauloises-Präsident, der heute vor exakt 16 Jahren in Passau zum Priester geweiht wurde, lebt in Sao Paulo, einem der COVID-19-Hotspots des Landes. 

Auf die immer stärker aufkommende Gefahr für ihn persönlich hat er reagiert und die Schutzmaßnahmen verstärkt. Wenn El Presidente das Haus verlässt, um etwa Einkaufen zu gehen, trägt er seit Kurzem neben einem Mund-Nasen-Schutz und Handschuhen auch einen Helm mit Plexiglas, der bis über seinen langen Bart reicht. 

„Auch wenn es etwas lustig aussieht, fühle ich mich dadurch sicherer“, berichtet der Gauloises-Vorstand. „Man muss sich ja irgendwie schützen bei den vielen Menschen und den hohen Infektionszahlen.“ Gekauft hat er den Schutzhelm übrigens schon vor Wochen im Internet für lediglich vier Euro, als er zur Erkenntnis gelangt war, dass Brasilien eine heftige Corona-Welle bevorsteht. 

Große Hoffnung, dass sich die Zustände vor Ort in nächster Zeit verbessern, hat er indes nicht – ganz im Gegenteil. „Am Montag machen die Bars wieder auf, da wird es dann richtig rund gehen mit den Ansteckungen“, befürchtet er. Bleibt zu hoffen, dass seine Schutzmaßnahmen greifen und ihm eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Erreger erspart bleibt.

Das Infektionsgeschehen in Deutschland hat hingegen deutlich nachgelassen – von lokalen Corona-Ausbrüchen wie etwa in Nordrhein-Westfalen mal abgesehen. Wie viele COVID-19-Fälle die einzelnen Stadt- und Landkreise seit Beginn der Pandemie aktuell zählen, zeigt die nachfolgende Grafik.

Donnerstag, 4. Juni 2020

Soccer-Sommerturnier fällt aus

Auf dieses Bild müssen wir heuer verzichten: Soccer-Chef Roberto veranstaltet kein Sommerturnier.
Nun steht es fest: Das Sommerturnier der Gendorfer Soccer fällt in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie aus. „Das Turnier wird nicht stattfinden“, teilte Soccer-Chef Roberto mit. Ursprünglich sollte das sportliche Treiben am 25. Juli in Altötting über die Bühne gehen.

Lange haben die Gendorfer gehofft, dass es vielleicht doch möglich ist, den allseits beliebten Wettkampf auch heuer durchführen zu können. Doch da Fußballspielen mit den Anti-Corona-Maßnahmen weiterhin nicht vereinbar ist, und dies womöglich noch Wochen oder Monate so bleiben wird, macht es für die befreundeten Alztaler wenig Sinn, sich nun in die Planung und Organisation eines Turniers zu stürzen, von dem man nicht weiß, ob es überhaupt stattfinden kann.

„Wir haben entschieden, uns jetzt schon auf unser Hallenturnier zu konzentrieren. Wir hoffen, dass zumindest die Soccer-Trophäe dann stattfinden kann“, sagt Roberto.

Gedankenspiele um Freizeitkick 

Das heißt aber nicht, dass die Soccer nicht doch in diesem Jahr Gauloises für ein Kräftemessen auf den Rasen bitten. Denn sie stellen eine Art Freizeitkick in Aussicht, den sie ausrichten wollen, sobald es in Bayern wieder möglich ist, dass gebolzt werden kann.

Roberto spielt mit dem Gedanken, bis zu vier Teams einzuladen, die dann „zwanglos, dem sportlichen Ehrgeiz zuliebe, gegeneinander kicken“. Und die Gallier wären dafür dann gesetzt.

Samstag, 23. Mai 2020

Coronavirus in Brasilien: Schos in großer Sorge

Augen zu und durch, so wie die Katze. Schos'
Bart passt nicht mehr in den Mund-Nasen-Schutz.
In Brasilien spitzt sich die Coronavirus-Pandemie dramatisch zu. Mehr als 20.000 neue Ansteckungen pro Tag und schon über 21.000 Todesfälle meldet das südamerikanische Land, in dem Gauloises-Präsident Schos lebt.

Insgesamt sind in Brasilien nach aktuellem Stand vom 23. Mai 330.890 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert – im weltweiten Vergleich weisen nur die USA (1,6 Millionen) höhere Zahlen aus. Zum Vergleich: Deutschland kommt aktuell auf 179.730 Infizierte, 689 Neuinfektionen pro Tag und 8241 Todesfälle.

„Ich mache mir große Sorgen. Die Zahlen, die genannt wurden, sind nur die offiziellen. Wir können davon ausgehen, dass es eine sehr hohe Dunkelziffer gibt. Auch finden in Brasilien viel weniger Tests auf das Coronavirus statt als etwa in Deutschland“, berichtet der Gallier.

In Sao Paulo, wo Schos die deutsche Pfarrei St. Bonifatius betreut, ist die Lage besonders heikel. Der mit rund 45 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Bundesstaat in Brasilien hat nun weitere Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Auch wird darüber nachgedacht, eine Ausgangssperre zu verhängen.

Gouverneur Joao Doria führte einen „Mega-Feiertag“ ein, der von Mittwoch, 20. Mai, bis Montag, 25. Mai, geht. Hintergrund ist, dass es den Bürgern besser gelingt, sich an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu halten, wenn sie nicht zur Arbeit müssen. „Für den Mega-Feiertag wurden mehrere Feiertage aus anderen Monaten vorgezogen“, erläutert Schos und ergänzt süffisant: „Wenn das so weitergeht, feiern wir nächste Woche schon Weihnachten.“

Doch die Lage vor Ort ist alles andere als zum Lachen. Auf seine persönliche Situation angesprochen, gesteht der 43-Jährige: „Ich habe schon ein sehr mulmiges Gefühl“. Der Gauloises-Vorstand versucht so gut es geht, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Das Haus verlässt er kaum noch, zum Einkaufen geht er mit Mund-Nasen-Schutz und Handschuhen. Seine Kirche hält Schos seit März geschlossen, die Gemeinde betreut er aus der Ferne, etwa per Telefon und Whatsapp.

Trotz der rasant steigenden Infektionszahlen in Brasilien denkt der Priester nicht daran, seine Sachen zu packen und nach Deutschland zu kommen: „Ich will die Pfarrei in dieser schwierigen Zeit nicht alleine lassen. Außerdem habe ich ja Katzen und Pflegekinder, um die ich mich kümmern muss.“ Bleibt zu hoffen, dass das südamerikanische Land das Infektionsgeschehen bald irgendwie in den Griff bekommt.

Die Tagesschau hat am 21. Mai einen Beitrag über die Entwicklungen in Brasilien gesendet:

Mittwoch, 6. Mai 2020

Freizeitfußball-Spiele bleiben verboten

Bund und Länder haben heute weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. So ist Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlaubt – das gilt aber nicht für Fußballspiele. Denn oberstes Gebot bleibt die Vorgabe: Abstandhalten und Kontaktlosigkeit, weshalb nur Trainingsformen ohne Körperkontakt erlaubt sind. Somit ruht für die Hobbykicker von Gauloises Emmerting weiterhin der Ball.

Die Fußball-Bundesliga hingegen erhielt von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer grünes Licht, ihre Spiele in der zweiten Mai-Hälfte wieder austragen zu dürfen – allerdings ohne Zuschauer. Das bedeutet für das gallische Managerspiel somit, dass es bald wieder los geht. Die DFL gab bekannt, dass die Saison am 16. Mai fortgesetzt wird.

Auch andere Einschränkungen, die das öffentliche Leben in Deutschland wegen der Coronavirus-Pandemie in den vergangenen Wochen betroffen haben, werden langsam aufgehoben. Dass es zu einem erneuten „Lockdown“ kommt, ist aber nicht ausgeschlossen. Vor allem regional können Beschränkungen zurückgenommen werden, wenn das Infektionsgeschehen wieder zunimmt.

Laut dem Beschluss von Bund und Ländern ist das dann der Fall, wenn in einem Zeitraum von sieben Tagen mehr als 50 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Stadt oder einem Landkreis gezählt werden. Aktuell ist die Altöttinger Region weit davon entfernt: Laut der Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es an den vergangenen sieben Tagen von heute gezählt nur 4,5 gemeldete COVID-19-Fälle pro 100.000 Einwohner. Ein Überblick über alle deutschen Kreise: